Nana Yaa ist die UNICEF "Junior-Botschafterin 2005".
Am 6. Juni 2005 wurde die elfjährige Schülerin aus Leverkusen in der Frankfurter Paulskirche mit dem Juniorbotschafter-Preis vom UNICEF, dem "Oscar" für Kinderrechte ausgezeichnet. Nana Yaa hatte nach dem Tsunami Hunderte weiße Ansteckschleifchen genäht und verkauft. Mit dem Erlös unterstützte sie Kinder in Asien.
Nana hatte eine Idee und setzte sie um. Ihre Spendenaktion „Weiße Schleife“ rief sie allein ins Leben.
Da die Farbe Weiß in Asien als Zeichen der Hoffnung und der Trauer gilt, entschied sie, weiße Schleifen als Zeichen der Solidarität mit den Tsunami-Opfern zu nähen. Sie verkaufte sie für 50 Cent pro Stück,
Nana mobilisierte Bekannte, Freunde und Prominente, ihre Aktion zu unterstützen. So kam eine hohe Spendensumme für UNICEF zusammen.
Aktion „Weiße Schleife“
Nana Yaa Nyantakyi, 11 Jahre, Schülerin der Klasse 5b des Werner-Heisenberg-Gymnasiums
in Leverkusen-Lützenkirchen, hat nach der verheerenden Flutwelle in Asien die
Spendenaktion „Weiße Schleife“ ins Leben gerufen. Die selbstgenähte weiße Schleife
symbolisiert Trauer und Zuversicht zugleich und soll zur Solidarität mit den Tsunami-Opfern
aufrufen. Nana mobilisierte Bekannte, Freunde und Prominente, ihre Aktion durch den Kauf
einer Schleife zu unterstützen. Mehr als 500 Euro kamen so für UNICEF zusammen.
Die Einzelheiten
„Ich habe die schrecklichen Bilder von der Flutkatastrophe im Fernsehen und in den
Zeitungen gesehen. Da bin ich auf die Idee gekommen, auch zu helfen.“ Nana Yaa Nyantakyi musste nicht lange überlegen und kaufte weißes Satinband von ihrem Taschengeld. Da in Asien die Farbe Weiß als Zeichen der Hoffnung und der Trauer gilt, entschied sie, weiße Schleifen als Zeichen der Solidarität mit den Tsunami-Opfern zu nähen. Sie verkaufte sie für 50 Cent pro Stück, und so hatte sie in kurzer Zeit 500 Euro zusammen. Der Verkauf begann im eigenen Haus, weiter ging es auf dem Geburtstag ihrer Tante und bei einem Benefizkonzert der Leverkusener Chöre. Sie schrieb Briefe an den Bundespräsidenten Horst Köhler, an Bundeskanzler Schröder, an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und an Bundesministerin Wieczorek-Zeul und an Sponsoren – und alle antworteten ihr! Die Firma Hotex spendete zehn Rollen Satinband. Auch bei den Medien warb Nana Yaa erfolgreich um Unterstützung. In der WDR5-Sendung „Lilipuz“ berichtete sie über die Situation in den Katastrophengebieten. Danach folgte ein Interview in der Rheinischen Post. Auch im Radio Leverkusen war sie zu hören. Während eines Benefizkonzerts im Freiherr vom Stein Gymnasium, bei einem traditionellen Kinder-Trödelmarkt, beim Theaterstück „Die Welle“ in der Schulaula, beim türkischen Neujahrsfest, am Tag der offenen Tür in der eigenen Schule sammelte Nana zusätzliche Spenden. Weitere Aktionen sind geplant. Ihr Ziel ist es, alle vier Monate Geld an UNICEF zu spenden.
Die Begründung der Jury
Das ist schon etwas ganz Besonderes. Ein elfjähriges Mädchen hat eine Idee und setzt sie mit sehr hoher Eigeninitiative, Mut, Ausdauer und Erfolg um. Innerhalb kürzester Zeit hat sie ihre Familie, die Mitschüler, ihren Schulleiter, den Oberbürgermeister, den Vorsitzenden des Integrationsrates, verschiedene Radiosender, mehrere Zeitungen und Sponsoren von ihrer Initiative überzeugt. Wie ein Profi gibt sie Interviews, organisiert das Zubehör für ihre Schleifen und schreibt Briefe an die höchsten deutschen Repräsentanten – mit Erfolg! Die Aktion hebt sich durch ihren hohen Grad an Ausdauer, Eigeninitiative und Professionalität hervor. Hervorzuheben sind hier einerseits Originalität und Kreativität sowie die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit. Mit Unterstützung ihrer Eltern wurde über ihre Aktion in Presse und Rundfunk ausführlich berichtet.
Quelle:unicef

