Nach dem Ende der Fastenzeit genossen schon die alten Germanen am 25. Dezember ein ausgiebiges Festmahl. Dazu wurden wieder ganz bestimmte Speisen serviert, die ihre je eigene mythologische Bedeutung hatten:
- Fisch als Symbol für Wasser, Leben und Fruchtbarkeit
- rogenreicher Hering als Symbol für Geld und Glück
- Bohnen oder Linsen als Hoffnung auf Wohlstand
- Äpfel als Symbol für Gesundheit
- Salz und Brot als "Waffe" gegen den Tod
Während es bei den Germanen zur Wintersonnenwende gebratenes/-en Schwein oder Eber gab, wird heute vielfach die Weihnachtsgans serviert. Diese Tradition stammt aus England und ist mit folgender Legende verknüpft: Am Heiligen Abend des Jahres 1588 war Königin Elisabeth I. gerade zum Abendmahl eine Gans aufgetragen worden, als ihr ein Offizier die Nachricht vom Sieg über die spanische Flotte "Armada" brachte. Zur Erinnerung an dieses freudige Ereignis soll die Gans seither zum Festtagsbraten avanciert sein.

