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Die Adventszeit verläuft in Spanien sehr ruhig, dafür gibt es in der Zeit zwischen dem 24 Dezember und dem 6. Januar verschiedene Feste, die sehr unterschiedlich begangen werden. Zu den traditionellen Weihnachtsbräuchen gehört das Erscheinen des Olentzero (des Köhlers), der aus den Bergen ins Dorf kommt. Er wird von den Einwohnern des Dorfes auf den Schultern getragen. Weit verbreitet sind auch die Weihnachtsaufführungen, wie z.B. der von Herodes angeordneten Kindermordes und das Fest der Messdiener (Fiesta de Locosy Obissi Mos), bei dem ein Junge ausgewählt wird, der sich als Bischof verkleidet. In der Zeit vom 30.Dezember bis zum 1.Januar findet die Fiesta de la Coretta statt. Bei diesem Fest wird Brennholz gesammelt und eine Kiefer gefällt. Diese wird dann geschmückt in den Ort getragen und gesegnet. Ein weiterer Höhepunkt ist das Dreikönigsfest (Dia de los Reges). Es wird ein biblisches Spiel (Corderados) aufgeführt, und es gibt einen Umzug (Cabalgota de Reges).
Die spanischen Bräuche unterschieden sich nur in Details von den übrigen europäischen, wenn da nicht seit einigen Jahrzehnten die riesige Weihnachtslotterie wäre, die von den meisten Spaniern in Radio und Fernsehen intensiv verfolgt wird. Üblich ist es auch, dass man mit den Weihnachtsbriefen an Verwandte und Bekannte eine Beteiligung am Los mitschickt, und so werden die Millionengewinne regelmäßig breit unters Volk gebracht. Am Heiligabend trifft man sich mit der Familie zum Festmahl, die Gläubigen gehen noch zur Mitternachtsmette. Als Feiertag gilt nur der erste Weihnachtstag.
In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar putzen die Kinder ihre Schuhe besonders gut, stellen Kekse und Milch für die Heiligen Drei Könige und Wasser für die Kamele bereit und gehen ganz brav früh ins Bett. In der Frühe sind dann die Geschenke für die Kinder angekommen. Immer öfter werden die Geschenke aber bereits am Heiligabend verteilt, damit die Kinder schon in den Ferien mit ihnen spielen können.
Bis zum 5. Januar werden , soweit vorhanden, die Figuren der Heiligen Drei Könige in der Hauskrippe bewegt, bis sie am 6. Januar vor dem Jesuskind ankommen. Am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, wird von den Erwachsenen ein Dreikönigskuchen gegessen. Im Teig verstecken sich eine kleine Figur aus Porzellan und eine dicke Bohne. Wer das Figürchen erwischt, wird zum König gekrönt und soll viel Glück im neuen Jahr erfahren. Wer aber die Bohne erwischt, muss den Kuchen bezahlen.
Ein Mann aus den Bergen
Traditionell erscheint in der Weihnachtszeit im Baskenland der "Olentzero", ein Köhler, der aus den Bergen zu der Landbevölkerung herabsteigt. Zum Zeichen der Anerkennung wird er von den Bewohner auf den Schultern durchs Dorf getragen. Sehr häufig werden auch Weihnachstspiele aufgeführt, zum Beispiel eines, das den von Herodes angeordneten Kindermord nachstellt.