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Bunt gemischt wie die Bevölkerung in den USA ist auch das Brauchtum. Überall aber bringt der Santa Claus mit seinem Rentierschlitten die Geschenke in der Nacht auf den 25. Dezember. Für die Tiere stellen die Kinder am Weihnachtsabend Milch und Kekse bereit. Ein Muss sind beleuchtete Vorgärten und der Truthahn für das Fest.
Ein besonderer Tag ist in der USA der Pilgertag am 21. Dezember. Die glückliche Landung der Pilgerväter wird mit einem Gericht gefeiert, in dem sich damals neuen unbekannten Zutaten wiederfinden, die der ersten Generation der späteren Amerikaner das Leben gerettet haben.

Glitzer an allen Ecken und Enden

In den Vereinigten Staaten ist Weihnachten ein wahrhaft multikulturelles Fest. Dies verwundert nicht, brachten doch die Siedler aus allen Teilen Europas die Bräuche ihrer jeweiligen Herkunftsländer mit über den großen Teich. Während es im häufig tief verschneiten Norden der USA meist ähnlich beschaulich zugeht wie in Deutschland, lassen es die Südstaatler richtig krachen. Sie zünden an Weihnachten gigantische Feuerwerke, wie sie in Europa in der Neujahrsnacht zu erleben sind. Dieser Brauch stammt aus der Gründerzeit der Vereinigten Staaten. Die ersten Siedler grüßten mit dem Feuerzauber ihre weit entfernt lebenden Nachbarn und hofften zugleich, damit böse Geister zu vertreiben.

Auch in den Geschäften der Städte geht es in der Vorweihnachtszeit schrill zu: Es glitzert und flackert an allen Ecken und Enden, mit immer aufwändigeren Dekorationen buhlen die Geschäftsleute um die Dollars ihrer potenziellen Kunden. Ebenso bunt lieben es die US-Amerikaner aber auch zu Hause. Ob Fenster oder der Baum im Vorgarten - alles was "tragfähig" ist, wird mit bunten Kerzen, Schmuck und anderem Glitzerzeug verziert.

Ein ganz besonderer Geselle ist fraglos Santa Claus, die amerikanische Antwort auf den Weihnachtsmann. Der nämlich wurde in seiner heute verbreiteten Darstellung bereits im Jahr 1931 von dem schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom kreiert. Auftraggeber war die Coca-Cola-Company, die ein Motiv für eine vorweihnachtliche Anzeigenserie suchte. Sundblom also griff zur Feder und heraus kam der pausbäckige, vergnügte und sanftmütige Santa Claus mit seinem roten Mantel und dem mächtigen weißen Bart. Unterwegs ist er mit seinem großen, fliegenden Schlitten, der von den Rentieren Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Donder, Blitzen, Cupid, Comet und dem berühmtem "Leittier" namens "Rudolph, the Red-Nosed Reindeer" gezogen wird.

Im Gegensatz zum Weihnachtsmann klopft Santa Claus nicht an die Haustür, sondern er rumpelt schnurstracks durch den Kamin ins Haus. An besagtem Kamin hängen leere Strümpfe, so genannte Christmas-Stockings, welche in der Nacht von Santa Claus mit Geschenken gefüllt und am Morgen des ersten Feiertages von den Bescherten geleert werden. Als "Dankeschön" für seinen Besuch steht für Santa Claus zum Aufwärmen eine Tasse mit heißer Milch bereit, für seine treuen und fleißigen Rentiere gibt es Zuckerstückchen.

Während sich Santa Claus mit Milch begnügen muss, steht bei den meisten US-Amerikanern zu Weihnachten Truthahn auf dem Speiseplan. übrigens, der Ausdruck "Happy Xmas" - neben dem Weihnachtsgruß "Merry Christmas" - ist keinesfalls ein Produkt schludrigen Sprachgebrauchs, sondern hat einen ernsthaften christlichen Hintergrund: Mit "X" beginnt die griechische Schreibweise von Christus. Multi-Kulti eben - auch im weihnachtlichen Wortschatz.

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